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SchülerInnen überprüfen Apps auf Usability und User Experience

Zwei Schülerinnen und drei Schüler nahmen heuer am Talente Praktikum am Institut für Informatik, gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), teil. Im Mittelpunkt standen die Themen Softwarequalität und Programmieren.

v.l.n.r.: Mag. Emmanuel Nowakowski, Nadine Schnitzler, Christoph Knaubert, Christian Mayr, Monika Messner, Alexander Loitzl und Univ.-Prof. Ruth Breu
v.l.n.r.: Mag. Emmanuel Nowakowski, Nadine Schnitzler, Christoph Knaubert, Christian Mayr, Monika Messner, Alexander Loitzl und Univ.-Prof. Ruth Breu

Das Talente Praktikum vermittelte nicht nur Basiswissen, wie beispielsweise Aufbau und Funktionsweise von Rechnern anhand eines Bonsai-Computers, sondern stellte auch konkrete Herausforderungen, die gemeinsam und kreativ gelöst wurden. Die SchülerInnen programmierten unter Anleitung von Mag. Thomas Gatterer und Mag. Emmanuel Nowakowski mit den Programmierumgebungen Greenfoot, Fritzing und GitHub das Spiel Hide n‘ Seek und setzten sich intensiv mit dem Thema Softwarequalität auseinander. Dabei wurden umfangreiche Recherchen zum Thema Usability und User Experience vorgenommen.

Screenshot Hide n' Seek
Screenshot Hide n’ Seek

Die Ergebnisse wurden in Mindmaps zusammengefasst und systematisch zur Prüfung zweier Apps herangezogen.  Die Leistung dieses 4-wöchigen Praktikums wurde dem Fachpublikum am Institut in einem Vortrag präsentiert.

Gemeinsamer Tenor der PraktikantInnen: „Das Get-together mit den Mitarbeitern des Instituts, bei dem wir viel positives Feedback erhielten, war für uns das absolute Highlight des Praktikums.“

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Informatik-Talente fördern

Jährlich lädt Univ.-Prof. Dr. Ruth Breu, Forschungsgruppe Quality Engineering, zu den Talente-entdecken-Praktika ein, um junge Menschen für die Wissenschaft zu begeistern. Die Forschungsgruppe entwickelt innovative Methoden und Werkzeuge zur Verbesserung von Qualität und Steigerung der Kosteneffizienz beim Management, Entwurf und Betrieb von Software-Systemen.

Talente Praktika des BMVIT

Das BMVIT fördert jedes Jahr im Sommer Praktika für Schülerinnen und Schüler in technisch-naturwissenschaftlichen Universitäten und Unternehmen. Das Institut für Informatik an der Universität Innsbruck hat sich nun zum sechsten Mal an der Ausschreibung beteiligt und wie schon 2014 fünf Praktikantinnen und Praktikanten aufgenommen, um sie an der Forschung am Institut mitwirken zu lassen.

Links:

http://qe-informatik.uibk.ac.at/

http://www.ffg.at/talente

http://www.praktikaboerse.com

(Text: Gabriele Strasser und das Talente Team)
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Zwei Projekte überzeugten mit nutzerfreundlicher Zeiterfassung beim IT-Preis 2016

Auch heuer wurden wieder herausragende Projektarbeiten im Rahmen des IT-Preises der Stadt Innsbruck an der Universität Innsbruck prämiert. 2016 erreichten gleich zwei Projekte den ersten Platz bei der Aufgabenstellung, webbasierte Zeiterfassungssysteme zu implementieren.

Das Thema des diesjährigen Projekts war die Implementierung eines webbasierten Zeiterfassungssystems auf Basis des IT Kollektivvertrags. Zusätzlich zum Umsetzen der gesetzlichen Vorgaben waren responsive design und multiuser-Fähigkeit Ziel der Aufgabenstellung. Nicht nur ein Team war diesen Herausforderungen mehr als gewachsen: der IT Preis der Stadt Innsbruck wurde dieses Jahr an gleich zwei Siegerteams vergeben. Sowohl das Team come & go als auch das Team Times überzeugten mit umfangreicher Funktionalität, sauberem Projektmanagement und ansprechendem UI-Design.

Siegerteams mit Jury Hansjörg Haller (Infpro), Rainer Mayr (Tinetz), Paul Wessiack (World Direct)
Siegerteams mit Jury Hansjörg Haller (Infpro), Rainer Mayr (Tinetz), Paul Wessiack (World Direct) © Institut für Informatik

Attraktive Features die überzeugten

Zusätzlich zu der von beiden Teams implementierten Grundfunktionalität, welche aus der Möglichkeit des Ein- und Ausstempelns, des Stellens und Beantwortens von Anträgen (z.B.: Krankenstand, Überstunden, Zeitausgleich) und der automatischen Überprüfung gesetzlicher Vorgaben besteht, konnten beide mit speziellen Features punkten.
Come & go besticht besonders durch die Möglichkeit des Arbeitszeit-Reportings, sowohl zur Information für einzelne Benutzer als auch für Vorgesetzte, um die Stunden all ihrer Angestellten verwalten zu können. Darüber hinaus bietet come & go auch eine Android App zum Erfassen der Arbeitszeiten.
Die Besonderheit des Projekt Times liegt vor allem bei der Möglichkeit nicht einfach nur die gearbeiteten Stunden zu erfassen, sondern diese auch einzelnen Projekten zuzuordnen. Weiters wurde auch speziell auf Usability Wert gelegt: durch Color-Coding der einzelnen Funktionalitätsblöcke ist eine übersichtliche und intuitive Oberfläche entstanden.

IT Preis der Stadt Innsbruck

Der IT-Preis der Stadt Innsbruck, geleitet von Univ.-Prof. Dr. Ruth Breu, wird jährlich unter der Schirmherrschaft der Wirtschaftskammer Tirol an Studierende des Bachelor-Studiums Informatik vergeben, die im Rahmen der Lehrveranstaltung „Softwareentwicklung und Projektmanagement“ eine spezifische Aufgabenstellung bearbeiten. Die besten Anwendungen aus der Lehrveranstaltung können im Wettkampf um den IT-Preis teilnehmen. Die Fachjury 2016 setzte sich aus Dipl.-Ing. Hansjörg Haller, Infpro IT Solutions GmbH, Dr. Rainer Mayr, TINETZ und DI Paul Wessiack, World Direct, zusammen.

(Gabriele Strasser)

Links:
http://informatik.uibk.ac.at
http://qe-informatik.uibk.ac.at

Screenshots der einzelnen Projekte

come&go_androidApp
Come&Go ©Peer David, Waldhart Sebastian, Haas Leonhard, Brunner Martin, Summerer Patrick, Haberl Stefan
come&go_reporting
Come&Go ©Peer David, Waldhart Sebastian, Haas Leonhard, Brunner Martin, Summerer Patrick, Haberl Stefan
Times_projektmanagement
Times © Patrick Lanzinger, Alexander Leonhartsberger-Schrott, Matthias Lexer, Wolfgang Ramoser, Olivia Zellner
Times_übersicht
Times © Patrick Lanzinger, Alexander Leonhartsberger-Schrott, Matthias Lexer, Wolfgang Ramoser, Olivia Zellner
(Gabriele Strasser)
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Euregio Joint Seminar on Empirical Software Engineering

A short while ago a Joint Seminar on Empirical Software Engineering with computer science students from the Free University of Bolzano, the Universität Innsbruck and the University of Trento was organized in Brixen, Italy. The two-day event was funded by the Euregio Mobility Fund. It was the first joint teaching initiative in computer science by the three universities from the historical region of the Tyrol. The event was organized by the three software engineering researchers Dr. Andrea Janes (Bolzano), Priv.-Doz. Dr. Michael Felderer (Innsbruck), and Dr. Katsiaryna Labunets (Trento). The goal of the event was to popularize empirical software engineering (ESE) methods among graduate students in software engineering. During the seminar, the students developed and empirically investigated prediction models for vulnerabilities. The joint seminar received – not only because of the delicious food served in Brixen – very good feedback from the overall 30 participating students and will be repeated next year. For students from the University of Innsbruck, the joint seminar was also credited as a QSP Lab.

JointSeminarEuroregio
Participants and teachers of the joint seminar in Bolzano © Michael Felderer

Links:
http://www.qsp-tirol.at/lab20160428.html

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Informatik-Auslandssemester zum Nachlesen

Auf unserer Infoseite zum Auslandssemester sind nun zwei Erfahrungsberichte, Ontario und New Orleans, veröffentlicht. Informatikstudierende an der Uni Innsbruck erfahren bei uns besondere Unterstützung, wenn es um ein Auslandssemester geht.

- Das 5. Semester ist frei von Pflichtveranstaltungen und deshalb besonders geeignet!

- Wir beraten persönlich und unterstützen bei den Vorbereitungen.

Mehr Informationen findest du auf http://informatik.uibk.ac.at/study-abroad/

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RoboCupJunior 2016 Austrian Open – Roboter im Wettkampf

Erstmalig fand in Innsbruck der RoboCupJunior 2016 Austrian Open statt. 10 Nationen mit über 100 Teams traten in den Wettbewerb und kämpften um die besten Plätze in drei verschiedenen Disziplinen.

Vom 02.- 03. April 2016 trafen sich am SOWI-Gelände der Universität Innsbruck robotikbegeisterte SchülerInnen um sich in verschiedenen Bewerben zu messen. In den Disziplinen Rescue, On Stage und Soccer wurden knifflige Aufgaben mit selbstgebauten Robotern gelöst. Über 350 TeilnehmerInnen haben sich darauf während des Schuljahres vorbereitet und getüftelt.

Ing. Rauter, Fa. Kapsch (li) und Moderatorin Sara Bauer, Informatikstudierende (re) bei der Preisverleihung Kategorie On Stage Team
Ing. Rauter, Fa. Kapsch (li) und Moderatorin Sara Bauer, Informatikstudierende (re) bei der Preisverleihung Kategorie On Stage Team “Legonauten” ©Institut für Informatik

Tiroler Team vorne mit dabei

Das Team „Legonauten“ der NMS Telfs Weissenbach zum Beispiel bereitete sich mit ihren LehrerInnen mit über 80 Stunden auf den RoboCup  vor und belegte in der Kategorie On Stage den zweiten Platz. In den einzelnen Bewerben qualifizierte sich zudem das beste österreichische Team für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Leipzig.

Spannung beim Soccer-Wettbewerb ©Institut für Informatik
Spannung beim Soccer-Wettbewerb ©Institut für Informatik
Emotionen beim Soccer-Wettbewerb vom Team
Emotionen beim Soccer-Wettbewerb vom Team “Phoenix” aus Rom ©Institut für Informatik

RoboCupJunior

Der RoboCupJunior ist eine Initiative die weltweit technikinteressierte SchülerInnen fördert. Mit Kreativität und Spaß wird die Begeisterung für Technik und Naturwissenschaften geweckt und insbesondere die praktische Auseinandersetzung mit Robotik gefördert. 2016 organisierte diese Veranstaltung die Forschungsgruppe rund um Prof. Justus Piater, Intelligente und Interaktive Systeme, gemeinsam mit dem Studiengang Mechatronik des MCI, Management Center Innsbruck. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Kapsch, GE Power Supply, dem IT- und Mechatronikcluster Standort Tirol sowie der Wirtschaftskammer Tirol und der Stadt Innsbruck.

Links:

RoboCupJunior zum Nachschauen:
TirolTV https://vimeo.com/161641807
Bildergalerie Roboter im Wettbewerb: https://www.uibk.ac.at/newsroom/roboter-im-wettbewerb.html.de

RoboCupJunior zum Nachhören:
Roboter im Wettbewerb auf  https://soundcloud.com/uniinnsbruck
Campusradio 

https://robocupjunior.at
http://robocup2016.org/de/

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Ein Roboter, der lernt wie ein Kind

Die Forscher rund um Justus Piater und Emre Ugur der Forschungsgruppe Intelligente und Interaktive Systeme arbeiten an einem weltweit einzigartigen Projekt, das Robotern beibringt, zu lernen. Die Tiroler Tageszeitung berichtet dazu in ihrer heutigen Ausgabe. >>Artikel lesen 

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Würdigungspreis 2015 an Martin Häusler verliehen

Erst kürzlich wurde Martin Häusler für seine Masterarbeit im Bereich Systemmodellierung ausgezeichnet. Der Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft verlieh den Würdigungspreis 2015 für die hervorragende Studienleistung.

Unterschiedliche Anforderungen von Benutzergruppen in IT-Systemen

Moderne IT-Systeme binden zunehmend verschiedene Benutzergruppen mit ein – von Administratoren über Manager bis hin zu Fachexperten. Alle diese Gruppen benötigen Zugriff auf die Informationen im System und müssen diese anpassen und mit allen anderen Benutzern synchronisieren können. Oft vernachlässigt wird hierbei allerdings, dass Benutzer aus unterschiedlichen Gruppen auch verschiedene Erwartungen und Anforderungen an die Art der Darstellung haben. Administratoren etwa bevorzugen textuelle Repräsentationen, während Business-Experten grafische Benutzeroberflächen erwarten. Im Zuge dieser Arbeit wurde eine Lösung für dieses Problem, basierend auf Datenmodellierungs-Techniken, entworfen und eine prototypische Software als “proof of concept” entwickelt.

Der Staatspreis für die besten Diplom- und Masterabschlüsse

Mit diesem Staatspreis werden jährlich die 50 besten Diplom- und Masterarbeiten an österreichischen Universitäten ausgezeichnet. Er wird aus Mitteln der Studienförderung finanziert und ist mit € 3.000,00 dotiert.

http://wissenschaft.bmwfw.gv.at/

Überreichung des Würdigungspreises

Martin Häusler und Überreicher Dipl.-Kfm. Peter Wanka, Stellvertretender Sektionsleiter (v.l.n.r.) © Willy Haslinger

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 (Gabriele Strasser/Martin Häusler) 
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Reverse Engineering im Kaspersky Lab

Im Rahmen des inday students 2015 gab es wieder einen exzellent besetzten Workshop mit Experten aus dem Kaspersky Lab. Einer der angesehensten Ausbilder von Kaspersky, Malware Analyst Viktor Sergeev, erörterte mit den Studierenden verschiedene Techniken der Schad-Software-Analyse. Beispielsweise wurde gezeigt wie Trojaner, Rootkits und Exploits aufgespürt und entschärft werden können (z.B. Bankingtrojaner a´ la Zeus).

Kaspersky-Lab-Teilnehmer mit Victor Sergeev (vorne Mitte, blaues Hemd) © Philippe Rödlach AV-Comparatives
Kaspersky-Lab-Teilnehmer mit Victor Sergeev (vorne Mitte, blaues Hemd) © Philippe Rödlach AV-Comparatives

Unter anderem wurden .Net, Javascript, und x86 binaries mit den typischen Reverse Engineering tools analysiert. Nach einer Minimaleinführung in PE executables wurde beispielsweise IDA für statische/dynamische Analysen von binaries insbesondere Aufgrund des Flow Graphs und OllyDbg für in-memory patches vorgestellt und verwendet. Weiters wurde über exploitability von PDFs mit Javascript Vektoren berichtet und Shellcode extrahiert, teils manuell, teils mit den bekannten Python scripten (pdf_dump.py). Matthias Gander (im Bild vordere Reihe, 2. von links), wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Quality Engineering, koordinierte diesen Workshop.

Workshops mit Experten aus der Praxis

Die QSP Labs sind halb- bis eineinhalbtägige Workshops, gehalten von hochkarätigen Experten aus der Praxis. Das Institut für Informatik erweitert mit QSP Tirol – Quality and Security Program Tirol of the University Innsbruck das Angebot  an Wahl-Lehrveranstaltungen im Bereich Software Engineering und Information Security. Der Workshop „Malware analysis & Reverse engineering“ ist eine Kooperation von Kaspersky Lab, AV-Comparatives und QSP Tirol.

Links:

http://www.qsp-tirol.at/lab03122015.html
http://www.kaspersky.com/de/
http://www.av-comparatives.org

(Gabriele Strasser/Matthias Gander)
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Bits have no history

Univ.-Prof. Rainer Böhme gab vor kurzem Einblick in sein Forschungsgebiet im Rahmen seiner Antrittsvorlesung. In seiner Antrittsvorlesung mit dem Titel „Bits have no history“ beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Echtheit von Informationen im digitalen Zeitalter nachgewiesen werden kann. Er gibt Einblicke in seine Forschungsarbeiten im Bereich der forensischen Spurensuche in digitalen und digitalisierten Daten (z.B. Fotos).

Das Video zur Antrittsvorlesung ist am Youtube-Kanal der Universität Innsbruck veröffentlicht.

Biographie

Rainer Böhme, geboren 1978 in München, studierte Kommunikationswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Informatik an der Technischen Universität Dresden. Nach mehrjähriger Tätigkeit bei der Europäischen Zentralbank kehrte er als Doktorand an die TU Dresden zurück. Im Anschluss an seine Promotion bei Andreas Pfitzmann im Jahr 2008 zu einem Thema der Signalverarbeitung und Informationssicherheit war er Gastwissenschaftler in der Arbeitsgruppe für Computernetzwerke am renommierten International Computer Science Institute in Berkeley, Kalifornien. Von dort aus wurde er zum Juniorprofessor für Wirtschaftsinformatik und IT-Sicherheit an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster berufen, wo er von 2010 bis 2015 lehrte und forschte. Seit März 2015 ist er Inhaber einer Stiftungsprofessur der Archimedes Privatstiftung und Leiter des Security and Privacy Labs am Institut für Informatik der Universität Innsbruck. Rainer Böhme ist verheiratet und hat einen Sohn.

Forschungsinteressen

Rainer Böhme ist Informatiker mit interdisziplinärer Ausbildung. Sein Forschungsgebiet umfasst die Informationssicherheit und den technischen Datenschutz. Ausgangspunkt seiner Arbeit ist die Beobachtung, dass zwischenmenschliche Konflikte zunehmend in vernetzte Informationssysteme projiziert und dort oft unzureichend gelöst werden. Ziel seiner Arbeit ist Entwicklung und Bewertung von technischen Ansätzen, die solche Konflikte mit wissenschaftlichen Methoden begründbar gut lösen oder ursächlich vermeiden. Methodische Schwerpunkte sind Signalverarbeitung, Kodierungstheorie und Spieltheorie sowie empirische Methoden der Sozial- und Verhaltenswissenschaften. Anwendungsschwerpunkte sind digitalen Forensik, Sicherheit in Zahlungssystemen, Steganographie (die Wissenschaft des Versteckens von Daten), Techniken des Selbstdatenschutzes, sichere Benutzungsschnittstellen sowie strategische und operative Aspekte des Sicherheits- und Risikomanagements in verteilten Systemen.

Mehr Information:
Ipoint UIBK
http://informationsecurity.uibk.ac.at/

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Von “Blood and Guts” zu “Bits and Bytes”

Kürzlich hielt Univ.-Prof. Matthias Harders seine Antrittsvorlesung und gab einen spannenden Einblick in sein Forschungsgebiet. Harders beschäftigt sich mit Forschung in Medizinischer Simulation und Visualisierung, Virtueller und Erweiterter Realität, sowie Haptischer Interaktion. Beispiele neuester Forschung ist die datengetriebene Erfassung und Darstellung visueller und taktiler Objekteigenschaften, die Ausdehnung des Paradigmas der    Erweiterten Realität auf den haptischen Bereich, sowie neue Methoden in der Chirurgiesimulation, u.a. Aspekte der Physikbasierten Modellierung, der Berechnungsstabilität, und von Schneideverfahren.

Das Video zur Antrittsvorlesung ist am Youtube-Kanal der Universität Innsbruck veröffentlicht.

Matthias Harders, geboren 1974 in Leer, Deutschland, studierte Informatik mit dem Schwerpunkt Medizinische Informatik bis 1999 an der Universität Hildesheim, der Technischen Universität Braunschweig, und der University of Houston, Texas. Darauf schloss er in 2003 seine Promotion an der ETH Zürich ab, sowie habilitierte sich ebenda in 2007, mit der Erteilung der Venia Legendi im Gebiet „Virtual Reality in Medicine“. Neben Forschungsaufenthalten in den USA, Japan, und Australien, sowie Tätigkeit als Reader (Associate Professor) an der University of  Sheffield, folgte er im Februar 2014 dem Ruf an die Universität Innsbruck auf den Lehrstuhl für Computergrafik. In Innsbruck leitet er die Forschungsgruppe für Interaktive Grafik und Simulation. Er ist unter anderem Mitbegründer des IEEE Technical Committee on Haptics, der EuroHaptics Society, und der IEEE Transactions on Haptics. In 2008 gründete er die Spin-Off Firma VirtaMed, welche medizinische Trainingssysteme entwickelt. Matthias Harders ist verheiratet.

Forschung
Die Forschung der Gruppe Interaktive Grafik und Simulation fokussiert auf Techniken der Physikbasierten Simulation, der Computer Haptik, und der Virtuellen/Erweiterten Realität. Zusätzliche Schwerpunkte sind die Mensch-Computer Interaktion, sowie die Visualisierung multimodaler Daten. Der übergreifende und verbindende Aspekt der Forschung ist die Anwendung dieser Techniken auf Problemstellungen im Bereich der Medizin. Als Beispiele zu nennen sind die Planung chirurgischer Eingriffe, sowie die Unterstützung bei der Segmentierung medizinischer Bilddaten. Insbesondere die Entwicklung von Trainingssimulatoren für die Chirurgie ist ein Schwerpunkt der Forschungsgruppe. In diesem Zusammenhang ist derzeit das Augenmerk gerichtet auf die Entwicklung neuer Methoden, welche es erlauben, den Detailgrad von Deformationsberechnungen zu erhöhen sowie Tasteindrücke in Simulationen zu verbessern, während Echtzeitanforderungen weiterhin erfüllt bleiben. Hierzu werden datengetriebene Ansätze verfolgt, welche es erlauben vorberechnete oder akquirierte Daten mit interaktiven Simulationen zu verbinden. In der Antrittsvorlesung wird eine Einführung in den Bereich der Chirurgiesimulation gegeben, sowie Einblicke in die aktuellen Entwicklungen.

Mehr unter:
http://informatik.uibk.ac.at/igs/
Ipoint Dossier