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Bits have no history

Univ.-Prof. Rainer Böhme gab vor kurzem Einblick in sein Forschungsgebiet im Rahmen seiner Antrittsvorlesung. In seiner Antrittsvorlesung mit dem Titel „Bits have no history“ beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Echtheit von Informationen im digitalen Zeitalter nachgewiesen werden kann. Er gibt Einblicke in seine Forschungsarbeiten im Bereich der forensischen Spurensuche in digitalen und digitalisierten Daten (z.B. Fotos).

Das Video zur Antrittsvorlesung ist am Youtube-Kanal der Universität Innsbruck veröffentlicht.

Biographie

Rainer Böhme, geboren 1978 in München, studierte Kommunikationswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften und Informatik an der Technischen Universität Dresden. Nach mehrjähriger Tätigkeit bei der Europäischen Zentralbank kehrte er als Doktorand an die TU Dresden zurück. Im Anschluss an seine Promotion bei Andreas Pfitzmann im Jahr 2008 zu einem Thema der Signalverarbeitung und Informationssicherheit war er Gastwissenschaftler in der Arbeitsgruppe für Computernetzwerke am renommierten International Computer Science Institute in Berkeley, Kalifornien. Von dort aus wurde er zum Juniorprofessor für Wirtschaftsinformatik und IT-Sicherheit an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster berufen, wo er von 2010 bis 2015 lehrte und forschte. Seit März 2015 ist er Inhaber einer Stiftungsprofessur der Archimedes Privatstiftung und Leiter des Security and Privacy Labs am Institut für Informatik der Universität Innsbruck. Rainer Böhme ist verheiratet und hat einen Sohn.

Forschungsinteressen

Rainer Böhme ist Informatiker mit interdisziplinärer Ausbildung. Sein Forschungsgebiet umfasst die Informationssicherheit und den technischen Datenschutz. Ausgangspunkt seiner Arbeit ist die Beobachtung, dass zwischenmenschliche Konflikte zunehmend in vernetzte Informationssysteme projiziert und dort oft unzureichend gelöst werden. Ziel seiner Arbeit ist Entwicklung und Bewertung von technischen Ansätzen, die solche Konflikte mit wissenschaftlichen Methoden begründbar gut lösen oder ursächlich vermeiden. Methodische Schwerpunkte sind Signalverarbeitung, Kodierungstheorie und Spieltheorie sowie empirische Methoden der Sozial- und Verhaltenswissenschaften. Anwendungsschwerpunkte sind digitalen Forensik, Sicherheit in Zahlungssystemen, Steganographie (die Wissenschaft des Versteckens von Daten), Techniken des Selbstdatenschutzes, sichere Benutzungsschnittstellen sowie strategische und operative Aspekte des Sicherheits- und Risikomanagements in verteilten Systemen.

Mehr Information:
Ipoint UIBK
http://informationsecurity.uibk.ac.at/

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Von “Blood and Guts” zu “Bits and Bytes”

Kürzlich hielt Univ.-Prof. Matthias Harders seine Antrittsvorlesung und gab einen spannenden Einblick in sein Forschungsgebiet. Harders beschäftigt sich mit Forschung in Medizinischer Simulation und Visualisierung, Virtueller und Erweiterter Realität, sowie Haptischer Interaktion. Beispiele neuester Forschung ist die datengetriebene Erfassung und Darstellung visueller und taktiler Objekteigenschaften, die Ausdehnung des Paradigmas der    Erweiterten Realität auf den haptischen Bereich, sowie neue Methoden in der Chirurgiesimulation, u.a. Aspekte der Physikbasierten Modellierung, der Berechnungsstabilität, und von Schneideverfahren.

Das Video zur Antrittsvorlesung ist am Youtube-Kanal der Universität Innsbruck veröffentlicht.

Matthias Harders, geboren 1974 in Leer, Deutschland, studierte Informatik mit dem Schwerpunkt Medizinische Informatik bis 1999 an der Universität Hildesheim, der Technischen Universität Braunschweig, und der University of Houston, Texas. Darauf schloss er in 2003 seine Promotion an der ETH Zürich ab, sowie habilitierte sich ebenda in 2007, mit der Erteilung der Venia Legendi im Gebiet „Virtual Reality in Medicine“. Neben Forschungsaufenthalten in den USA, Japan, und Australien, sowie Tätigkeit als Reader (Associate Professor) an der University of  Sheffield, folgte er im Februar 2014 dem Ruf an die Universität Innsbruck auf den Lehrstuhl für Computergrafik. In Innsbruck leitet er die Forschungsgruppe für Interaktive Grafik und Simulation. Er ist unter anderem Mitbegründer des IEEE Technical Committee on Haptics, der EuroHaptics Society, und der IEEE Transactions on Haptics. In 2008 gründete er die Spin-Off Firma VirtaMed, welche medizinische Trainingssysteme entwickelt. Matthias Harders ist verheiratet.

Forschung
Die Forschung der Gruppe Interaktive Grafik und Simulation fokussiert auf Techniken der Physikbasierten Simulation, der Computer Haptik, und der Virtuellen/Erweiterten Realität. Zusätzliche Schwerpunkte sind die Mensch-Computer Interaktion, sowie die Visualisierung multimodaler Daten. Der übergreifende und verbindende Aspekt der Forschung ist die Anwendung dieser Techniken auf Problemstellungen im Bereich der Medizin. Als Beispiele zu nennen sind die Planung chirurgischer Eingriffe, sowie die Unterstützung bei der Segmentierung medizinischer Bilddaten. Insbesondere die Entwicklung von Trainingssimulatoren für die Chirurgie ist ein Schwerpunkt der Forschungsgruppe. In diesem Zusammenhang ist derzeit das Augenmerk gerichtet auf die Entwicklung neuer Methoden, welche es erlauben, den Detailgrad von Deformationsberechnungen zu erhöhen sowie Tasteindrücke in Simulationen zu verbessern, während Echtzeitanforderungen weiterhin erfüllt bleiben. Hierzu werden datengetriebene Ansätze verfolgt, welche es erlauben vorberechnete oder akquirierte Daten mit interaktiven Simulationen zu verbinden. In der Antrittsvorlesung wird eine Einführung in den Bereich der Chirurgiesimulation gegeben, sowie Einblicke in die aktuellen Entwicklungen.

Mehr unter:
http://informatik.uibk.ac.at/igs/
Ipoint Dossier